06.03.2002

MAGER

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30% der Handelsketten mit Shop im Netz

Einkäufe im Internet sind bei den österreichischen Handelsketten nach wie vor nur sehr beschränkt möglich.

Das geht aus einer aktuellen Studie von RegioPlan Consulting hervor. Die Zahl der Online-Shops ist 2001 laut RegioPlan nur geringfügig von 27 auf 30 Prozent gestiegen. Was eindeutig zugenommen hat, ist die herkömmliche Internet-Präsenz.

Hatten im Jahr 2000 nur 64 Prozent der filialisierten Einzelhandelsunternehmen eine Homepage, so waren es im Jahr 2001 schon nahezu 100 Prozent.

Nur allgemeine Infos

Die großen österreichischen Shopping-Center seien ebenfalls nur mit allgemeinen Informationen und Links zu den Shops vertreten, ein echter "Marktplatz" sei jedoch auch dort noch in keinem Fall verwirklicht. Ein Grund könnte in logistischen und zahlungstechnischen Problemen der Abwicklung liegen, mutmaßen die Studienautoren. Virtuelle Shopping-Center funktionieren dagegen bereits.

Online-Auktionen immer beliebter

Insgesamt messen heimische Unternehmer dem Internet als Verkaufsinstrument nur wenig Bedeutung bei. 55 Prozent der Befragten schätzen die Rolle des Webs als gering ein, 31 Prozent als mittelmäßig.

Die österreichischen Konsumenten sind bei Einkäufen im Internet nach wie vor sehr zurückhaltend. Kritisiert werden vor allem fehlende Preisvorteile zum stationären Warenangebot, nicht eingehaltene Liefertermine, zu langsamer Seitenaufbau sowie komplizierte Kaufabschlüsse, zu kleines Angebot und die oft mangelhafte Qualität der Produktabbildung und -beschreibung.

Verglichen mit anderen Branchen spielt der Buchhandel nach wie vor eine Vorreiterrolle im österreichischen Online-Einzelhandel. Schuhe und Sportartikel bilden die Schlusslichter des Rankings. Zugenommen habe auch die Beliebtheit von Online-Auktionen.