Big Brother Awards UK verliehen
Gestern Nacht wurde der Big Brother Award wieder in seinem Ursprungsland, in Großbritannien, verliehen.
Die Veranstalter sprechen von einem vollen Erfolg - mehrere hundert Leute waren erschienen, um der Zeremonie beizuwohnen.
Wie jedes Jahr wurden Preise an diejenigen verliehen, die sich besonders bei der Verletzung von Privatsphäre verdient gemacht haben.
Trophäenreigen
Kabinettssekretär Sir Richard Wilson räumte verdientermaßen den
Preis des "Worst Public Servant" ab. Er, so der Veranstalter Privacy
International, stehe für ein "lang anhaltendes Bekenntnis gegen die
Freiheit von Informationen und Datenschutz". Die Trophäe wurde, so
Privacy International, auch von David Blunkett und Michael Cashman
heiß umkämpft.
Privacy International"Lifetime Menace" für Bürgerkarten-Konzept
Als "Most Invasive Organisation" wurde die Norwich Union auserkoren, die unter anderem das Tracking von Autos per Satellit vorschlug.
Das "Most Appalling Project" war heuer der Plan des "National Criminal Intelligence Service", alle Kommunikationsformen britischer Bürger aufzuzeichnen und zu archivieren.
Mit dem Titel "Most heinous Government Organisation" darf sich heuer das Bildungsministerium schmücken, das die Anonymität in der Schülerzählung 2002 generös aufhob.
Der begehrte Titel "Lifetime Menace" ging heuer an das Konzept einer "National ID Card" ähnlich der Bürgerkarte hier zu Lande.
