05.03.2002

THE NOIZE

Bildquelle:

Rosa Rauschen gegen Computerlärm

"Regelmäßiges Brummen, Quietschen, Pfeifen und leises Piepsen führt dazu, dass sich Menschen nach Beendigung ihrer Arbeit wie gerädert fühlen", beschreibt Matthias Zehnder von MID das Problem.

Von Computern, Druckern und anderen Geräten im Büro erzeugte Geräusche führten zu Stress am Arbeitsplatz, stellte das MID-Informatikinstitut in Basel fest.

Sounddesigner möchten mit angenehmen Geräuschen, die den lästigen akustischen Müll überlagern, Abhilfe schaffen.

Steigerung des Aggressionspotenzials

Anders als etwa bei der Bildschirmauflösung lässt sich Lärm nicht so einfach bestimmen und einstellen.

Generell können bei Computern drei verschiedene Bauteile Lärm erzeugen: der Ventilator, der Bildschirm und die Festplatte. Konstante Geräusche mit einem gleich bleibenden Lärmpegel werden jedoch vom Menschen kaum wahrgenommen.

Für unbeteiligte Außenstehende sind vor allem akustische Warnsignale besonders störend, weil sie mit ihrem Appellcharakter auf Fehler aufmerksam machen oder Personen die Notwendigkeit eines Arbeitsschrittes signalisieren, was wiederum zu Stress führt.

In Großraumbüros führen permanent ertönende akustische Rückmeldungen von Computern zu einer Steigerung des Aggressionspotenzials der

Mitarbeiter.

Noise Conditioning

Sorgsame Unternehmen versuchen deshalb, selbst ein erträgliches Geräuschklima im Büro herzustellen. "Noise Conditioning" nennt sich die Kunst, störenden Lärm in ein angenehmes Schallklima zu verwandeln.

Der angenehme Grundton oder "rosa Rauschen", wie man es auch nennt, soll das Sirren und Quietschen so gut wie möglich überdecken und ein angenehmes Arbeitsklima schaffen.