Sonne bringt Handydisplays zum Leuchten

forschung
10.06.2006

Neuartige LCD-Alternativen für mobile Kleingeräte könnten durch Berücksichtigung des Umgebungslichts Energie sparen.

Um das Problem der energiefressenden Hintergrundbeleuchtung von LC-Displays in den Griff zu bekommen, hat das Entwicklerteam von Qualcomm sogenannte iMod-Bildschirme entwickelt, die sich das Licht der Umgebung zunutze machen können.

Das Display fungiert dabei wie ein komplexer Spiegel. Die vom Telefon erzeugten Bilder werden erst sichtbar gemacht bzw. zum Leuchten gebracht, wenn Sonnenlicht oder künstliche Beleuchtung auf den Bildschirm trifft.

Bei dunklen Lichtverhältnissen sorgt ein energiesparendes Innenlicht für den gleichen Effekt.

Electrowetting

Eine andere Herangehensweise hat das Philips-Tochterunternehmen Liquavista gewählt. Das Unternehmen setzt auf ein Verfahren namens Electrowetting, das auf dem Einsatz von wasser- und ölhaltigen Schichten in Kombination mit elektrischer Spannung gründet.

Der Aufbau des Bildes basiert dabei auf den bewegbaren Flüssigkeiten unterhalb der Displayoberfläche.

Mark Gostick, CEO von Liquavista, rechnet damit, dass die bereits in Uhrendisplays erprobte Technologie schon in wenigen Jahren in Notebook-Screens eingesetzt werden könnte.

(pte.at)