Auf M-Commerce folgt Voice-Commerce
Fortschritte der Computerlinguistik und leistungsfähigere Hardware machen Sprachanwendungen zunehmend interessanter.
Schlagworte wie "Voice Processing" und "Text-to-Speech" stehen deshalb im Blickpunkt der am 13. März in Hannover beginnenden weltgrößten Computermesse CeBIT.
Spracherkennung jenseits des Desktop-PCs
Die Ablösung von Tastatur und Maus durch die menschliche Stimme
ist in den nächsten Jahren zwar noch nicht zu erwarten. Jedoch
verlässt die Spracherkennung mittlerweile den Desktop-PC und wird
auch zu einem wichtigen Element in der Kundenbetreuung von
Unternehmen.
Spracherkennung auf PDAs und HandysCall-Center und "Voice-Commerce"
Auskunftsdienste und Call-Center sind vor allem an Sprachdialog-Systemen interessiert, die Standardanfragen ohne menschliche Unterstützung abwickeln können.
Die Bestellung von Mietwagen, Hotelzimmern und Konzertkarten ist ein erster Schritt in den "Voice-Commerce".
Ein Programm für solche Systeme entwickelt IBM mit Partnern derzeit auf der Grundlage von VoiceXML.
Kinobesuch mit schwerem Dialekt
Die IBM-Spracherkennung soll auch mit Spracheingaben von Personen
umgehen können, die einen starken Dialekt sprechen. Statt der
stupiden Aufforderung, aus verschiedenen Vorgaben eine Zahl
vorzusprechen, erlaubt das System freie Formulierungen wie: "Sagen
Sie, läuft heute Abend ein guter Actionfilm im Kino?"
Chatten per SpracherkennungVoice-Portale statt Internet-Portalen
Zur Entwicklung und Integration von übergreifenden Sprach-Datendiensten bietet Hewlett-Packard die Software-Lösung Opencall an, mit der auch "Voice-Portale" erstellt werden können: Diese für die Sprachausgabe eingerichteten Internet-Portale lesen einem Anrufer am Mobiltelefon E-Mails, den aktuellen Kontostand oder den örtlichen Wetterbericht vor.
Das Vordringen von Sprachtechnologie in die Telekommunikation verwischt gleichzeitig die Grenzen zwischen den Anbietern von Daten- und Telefondiensten.
Während Internet-Provider ihren Kunden mit Voice over IP auch das Telefonieren über das Internet anbieten, dringen Telekom-Firmen ins mobile Internet vor.
