04.03.2002

TEIL ZWEI

Bildquelle: fuZo

Abkassieren für Hyperlinks

In drei Fällen, die der Wirtschaftskammer [WKÖ] vorliegen, würde sie keine Musterklage riskieren, sagt Ulrike Sehrschön von der zuständigen Abteilung in der WKÖ.

Wie schon berichtet, gab es mehrere Fälle, in denen Private und kleine Firmen Inhalte der Meteodata-Homepage ohne Genehmigung und ohne dafür zu bezahlen in ihr eigenes Angebot integriert hatten.

Für eine kleine Pension im Salzburger Land endete das unerlaubte Framing mit einer Forderung über 100.038 Euro [sic], die dann schrittweise auf 10.000 reduziert wurde. Bedingung der Meteodata laut den Betroffenen: Der Betrag müsse nach längstens zwei Tagen beglichen werden.

Das schreiben die Anwälte von Meteodata

"Außer Streit steht, dass grundsätzlich durch das Anbieten eines Werkes auf einer Homepage gleichzeitig die stillschweigende Zustimmung des Urhebers für das Setzen eines so genannten 'Anker-Links' erteilt wird. Der 'Anker-Link' als Ausformung eines Hyperlinks bewirkt einen Wechsel auf die Startseite des Urhebers und ist somit eine eindeutige Zuordnung der angebotenen Leistung gewährleistet."

Die Anwälte weiter

"In den von unserer Mandantschaft betriebenen Fällen wurde jedoch kein Anker-Link gesetzt, sondern mit Hilfe des 'Framings' bzw. 'Inline-Linkings' Leistungen unserer Mandantschaft in die Homepage eines Dritten eingegliedert."

Damit ist laut telefonischer Auskunft des Meteodata-Marketing-Chefs Rene Hellwig ein Link in den Frame auf eine einzelne Meteodata-Page [wie jener oben auf die AGB] gemeint.

Für diese Art von Links, die im Netz üblich und verbreitet sind, um auf eine bestimmte Seite direkt hinzuweisen, seit es Websites mit Frames gibt, wurde ebenfalls Geld gefordert.

Suchroboter dürfen linken

Alle Pages im Frame, auf die von Menschenhand nicht gelinkt werden darf, sind von Meteodata für die Indizierung durch die Programme der Suchmaschinen freigegegeben.

Nur die Gegendarstellung blieb

Den Brief der Anwälte von Meteodata finden Sie im Webstandard, der auf die fuZo-Exklusivstory eine eigene Meteodata-Story folgen ließ.

Interessanterweise ist nur noch die Gegendarstellung der Meteodata-Anwälte - die wortgleich an die fuZo ergangen ist - im Volltext übrig.