02.03.2002

SUCHMASCHINEN

Bildquelle: FuZo

Gekaufte Links führen zu Millionenklage

Der Umstand, dass immer mehr Suchmaschinen die Möglichkeit bieten, gegen Bezahlung einen guten Platz auf der Webseite zu bekommen, hat nun in den USA zu einer Klage geführt.

Gibt der Benutzer einen Suchbegriff in die Suchmaschinen ein, so bekommt er unter Umständen zusätzlich zu den nach Relevanz sortierten Suchergebnissen noch eine Auswahl von "sponsored sites".

Magere Zeiten für Diät-Pillen-Site

Dabei besteht die Gefahr, dass Unternehmen, die nicht für gute Plätze im Internet zahlen, ins Hintertreffen geraten.

Dies befürchtet laut einem Bericht der PC Welt zumindest Mark Nutritionals, ein Produzent von Diät-Pillen, und überzieht nun Altavista, Overture, Findwhat, und Kanoodle mit einer Klage in Höhe von 440 Millionen USD [506 Mill. Euro].

Der Vorwurf, den der Pillenhändler vor einem Bundesgericht in Texas vorbrachte lautet, dass Internet-Nutzer, die nach Produkten aus seiner Angebotspalette suchen, die Webseiten der Konkurrenz geliefert bekommen.

"Für gute Plazierung bezahlt"

Diese sollen nach Meinung des Händlers für die guten Platzierungen gezahlt haben.

Tests mit AOL und Microsoft

Danny Sullivan, Redakteur von SearchEngineWatch.com : "Suchdienste sollten ganz genau unterscheiden zwischen gekauften Ergebnissen und solchen, die auf tatsächlicher Relevanz beruhen".

Einige Versuchsreihen mit bestimmten Suchbegriffen bei MSN und AOL hätten Hinweise darauf geliefert, dass die Ergebnisse beeinflusst wurden.

Der Vorwurf wurde von Sprechern der beiden Unternehmen zurückgewiesen.