Ariane bringt Umweltsatelliten ins All
Eine Trägerrakete des Typs "Ariane-5" hat Europas größten und teuersten Satelliten in die Erdumlaufbahn gebracht.
ENVISAT soll Wissenschaftlern Daten zur Umweltbeobachtung liefern.
8,1 Tonnen schwerer Satellit
Die "Ariane"-Rakete startete in der Nacht zum Freitag um 02.07
Uhr [MEZ] vom europäischen Raumfahrtgelände Kourou in Französisch
Guyana. 26 Minuten nach dem Start habe sich der 8,1 Tonnen schwere
Satellit von der Rakete gelöst, teilte die Europäische
Raumfahrtbehörde ESA mit. Mit rund 2,3 Milliarden Euro ist es das
teuerste europäische Satelliten-Projekt.
Ariane bringt Intelsat-Satelliten ins AllFünf Jahre Umweltforschung
Rund 50 Firmen beteiligten sich an der Entwicklung von ENVISAT, der die Ausmaße eines Sattelschleppers hat, und damit auch der größte europäische Satellit ist.
Das Bundesforschungsministerium teilte mit, mit ENVISAT werde ein Meilenstein in der umweltorientierten Raumfahrt gesetzt.
Der Satellit soll fünf Jahre lang Daten für die Umweltforschung liefern. Wissenschaftler erhoffen sich Erkenntnisse über die Ursachen für das Ozonloch, die globale Erwärmung, die Ausdehnung der Wüsten sowie Informationen über Regenwälder und Ozeane.
Informationen zu Naturkatastrophen
Nach ESA-Angaben soll ENVISAT auch bei Naturkatastrophen zum
Einsatz kommen. So könnten etwa bei Überschwemmungen schnelle und
präzise Informationen übermittelt werden.
Satelliten auf falsche Umlaufbahn gebracht
