Erste MPEG-4-Chips für Handys
MPEG-4-Chips, die das Kodieren und Dekodieren von Bildsignalen entsprechend dem MPEG-4-Kompressionsformat übernehmen, sollen noch heuer veröffentlicht werden.
Matsushita und Fujitsu enthüllten erstmals Details ihrer MPEG-4-Chips auf dem jährlichen Treffen der internationalen Halbleiterindustrie, der "International Solid-State Circuits Conference [ISSCC] 2002" in San Francisco. Sie kündigten an, die Chips noch in diesem Jahr in den Handel zu bringen.
Die Chips könnten damit die Übertragung und Codierung von MPEG-4-Videos auf kommenden Mobiltelefonen mittels UMTS ermöglichen.
Erste MPEG-4-Dekoderkarte für PC
Sigma Designs hat mit der REALmagic Xcard die erste
PCI-Steckkarte angekündigt, die neben MPEG-1- und MPEG-2- auch das
MPEG-4-Kompressionsformat dekodieren und auf dem Fernseher ausgeben
kann. Die REALmagic Xcard soll ab März für rund 100 USD in den USA
erhältlich sein.
REALmagic XcardHohe Kodiergeschwindigkeit
Die Chips sollen größere Screens als bis jetzt darstellen können, auch die Kodiergeschwindigkeit wurde entscheidend erhöht.
Fujitsus-LSI-Chips erreichen zum Beispiel eine Kodiergeschwindigkeit von bis zu zwei Megabit pro Sekunde. Sie können außerdem Videodaten nach dem CIF-Standard [Common Image Format] mit 30 Frames pro Sekunde wiedergeben. Das "Common Image Format" definiert eine Bildgröße von 352 mal 288 Pixeln.
Die Chips des britische Unternehmens Indigo Vision sollen sogar eine Kodiergeschwindigkeit von bis zu zwölf Megabit pro Sekunde erreichen können. Die Chips von Sigma hingegen sollen Videodaten auch im PAL-Format wiedergeben können.
Digitale Videokamera GY-DV300
Seine erste digitale Videokamera GY-DV300, mit der man
gleichzeitig Aufnahmen für das Fernsehen und das Internet machen
kann, hat unterdessen JVC vorgestellt.
JVCStreamcorder für 4.500 Euro
Der neue "Streamcorder" zeichnet Szenen sowohl auf DV-Kassette [Digital Video] als auch im MPEG-4-Format auf.
Die GY-DV300 arbeitet mit anspruchsvoller Aufnahmetechnik: 3-1/3-Zoll-CCDs [Charged Coupled Devices] mit jeweils 440.000 Pixeln sorgen für Bildqualität.
Das Videosignal zeichnet das Gerät auf MiniDV-Kassetten auf. Der Internet-Stream wird entweder auf einer Chipkarte gespeichert [Compact Flash] oder per Funk direkt aus der Kamera auf ein Notebook übertragen.
Eine Videobearbeitungssoftware liefert JVC mit. Im Set mit fünf Kassetten, einem Koffer, Lithiumakku und Netzgerät kostet das Gerät stolze 4.500 Euro.
