Das letzte parallele Grafik-Interface
AGP8X wird das letzte parallele Interface für Grafikkarten sein. Laut Intel soll es durch eine serielle Variante auf Basis der künftigen 3GIO-Schnittstelle ersetzt werden. Bei 3GIO handelt es sich um Intels auserkorenen PCI-Nachfolger.
Die AGP8X-Schnittstelle ist von Intel in der AGP-3.0-Spezifikation bereits im Mai 2001 verabschiedet worden. Eine erste Version wurde im November 2000 veröffentlicht.
Bei AGP8X handelt es sich um eine evolutionäre Erweiterung der bekannten AGP4X-Version. Die maximale Datentransferrate hat sich auf 2,1 GB/s verdoppelt, das Interface bleibt aber abwärtskompatibel zu den bisherigen Standards. Der Takt des 32 Bit breiten AGP8X-Busses beträgt 533 MHz. Erste Chipsätze mit AGP8X-Unterstützung plant Intel in der zweiten Jahreshälfte 2002. Die Premiere erfolgt allerdings nicht in einem Desktop-, sonder in einem Workstation-Chipsatz. Hier darf wohl auf den i860-Nachfolger Placer für künftige Xeon-Prozessoren mit 533 MHz FSB spekuliert werden.
3.0-SpezifikationZeitplan ist unklar
Das AGP8X-Interface soll laut Intel die letzte parallele Version bleiben. Der nächste Schritt wird dann eine serielle Grafikkartenschnittstelle auf Basis des 3GIO-Interfaces sein.
3GIO [3rd Generation I/O] ist eine serielle Punkt-zu-Punkt-Verbindung und soll im Jahr 2004 die PCI-Schnittstelle ersetzen. Die Spezifikation von 3GIO ist von Intel in einer Draft-1.0-Version an die PCI-SIG bereits eingereicht worden.
Wann der Übergang von AGP8X auf die 3GIO-Grafikschnittstelle allerdings erfolgen soll, hat Intel nicht kommentiert.
