Neuer Schwung für IPv6-Umstellung

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03.06.2006

Weltweit laufen die Vorbereitungen auf die Migration zum nächsten Protokoll IPv6 [Internet-Protokoll Version 6] auf Hochtouren. Doch der Generationenwechsel kam bisher einfach nicht in Gang. In Wien fand dieser Tage eine Expertenkonferenz zu dem Thema statt.

"IPv6 bereitet den Weg neuer Technologien und Anwendungen für den User", so Mario Campolargo, Leiter des Bereichs "Emerging Technologies and Infrastructure" im Kabinett von EU-Kommissarin Viviane Reding.

Die Technologie sei bereit für den Einsatz, nun gehe es darum, sie zu promoten und die Vorteile aufzuzeigen, sowie die Umsetzung voranzutreiben.

Vor allem drahtlose Internetteilnehmer würden das Netz vor eine Herausforderung stellen, meint Kwanbok Jo vom Koreanischen Ministry of Communication.

"Mit WLAN und RFID sind die Grenzen der verfügbaren Adressen schnell erreicht. Mit IPv6 können alle funkenden Netz-Mitglieder ohne Probleme eine eigene IP-Adresse erhalten", führt Jo aus.

Weitere Merkmale von IPv6 sind ein besseres Routing sowie Verbesserungen der Netzwerkadministration, Sicherheitsfeatures und dem mobilen Wireless-Betrieb.

Korea gilt als weltweiter Vorreiter bei IPv6. Bereits 146 Organisationen nutzten IPv6 und versorgen 44.000 Koreaner mit entsprechenden Services.

1.500 IP-Adressen pro Quadratmeter der Erde

Das aus den 70er Jahren stammende IPv4 ist theoretisch auf circa vier Mrd., praktisch auf 250 Mio. Adressen beschränkt.

Derzeit sind weltweit etwa zwei Drittel des IPv4-Adressbereichs vergeben.

IPv6 soll das auf 128 Bit erweitern und damit 2128[vier Mrd. x vier Mrd. x vier Mrd. x vier Mrd.] Adressen bereitstellen. Das entspricht Berechnungen zufolge 1.500 IP-Adressen pro Quadratmeter der Erde.

Telekom Austria treibt Umstellung voran

In Österreich will die Telekom Austria ihre Netze in den kommenden Jahren umstellen und anschließend neue Dienste anbieten. "Bis 2010 werden einige wichtige Schritte gesetzt sein", so TA-Technologie-Chef Helmut Leopold.

(pte.at)