"Bonsai-PC" mit 40 Watt ohne Lüfter
Die Schweizer Firma Digital-Logic wird auf der CeBIT ihren "Microspace-PC" vorstellen. Im Format eines externen Laufwerks hat man dabei einen kompletten PC untergebracht, der nur 40 Watt Leistung aufnehmen soll.
Das Unternehmen Digital-Logic entwickelte bisher unter anderem Embedded-PCs und wagt sich jetzt mit dem "Microspace-PC" erstmals an einen Desktop-Rechner - allerdings mit jeder Menge Embedded-Komponenten.
Das Design haben die Schweizer nach eigenen Angaben komplett selbst entwickelt, ohne dabei auf Referenzlösungen wie VIAs Eden-Plattform zurückzugreifen.
So stecken in den 16 mal 15 mal 6,6 Zentimetern des Microspace denn auch vornehmlich Intel-Chips. Eine Embedded-Version des 440-BX-Chipsatzes steuert einen Celeron oder Pentium III mit 700 MHz. Bei beiden Versionen kommen die Ultra-Low-Voltage-Ausgaben der CPUs zum Einsatz. Das Pentium-III-Modell bringt 256 MB SDRAM und eine 20-GB-Festplatte mit.
Digital-LogicOhne Lüfter
Als Gewicht gibt der Hersteller zwei Kilogramm an, allerdings ist dabei das externe Netzteil nicht eingerechnet.
Es ist auch einer der Gründe dafür, dass der Microspace-PC selbst ganz ohne Lüfter auskommt und seine Abwärme über das geriffelte Gehäuse abstrahlen kann - das erinnert stark an den lüfterlosen Desktop-PC von Signum-Data.
Für den Microspace-PC31 mit 700-MHz-Pentium III und DVD-Laufwerk empfiehlt Digital-Logic einen Endpreis von 2.621,60 Euro.
An Schnittstellen hat Digital-Logic nicht gespart. Neben Standards [Maus, Tastatur, seriell, parallel, VGA, USB] stehen auch noch IrDA, Firewire und ein optionaler Reader für Smartcards zur Verfügung. Über diesen sollen sich, zusammen mit den TV-Ein- und -Ausgängen, auch Pay-TV-Lösungen für Hotels realisieren lassen. Ein- und Ausgänge für Audiosignale komplettieren die Multimedia-Schnittstellen. Neben einer ISDN-Buchse stehen auch noch zwei Fast-Ethernet-Ports zur Verfügung. Damit ist der Microspace auch als Firewall oder Router zu benutzen. Ein analoges Modem ist im Minirechner jedoch nicht eingebaut.
