Deutschland, Deine Datenbanken
Nach einer technischen Panne haben die baden-württembergischen Grünen am Samstag ihren Parteitag abgebrochen.
Nach Angaben der Grünen hatten die Kreisverbände durch einen Rundungsfehler im Computerprogramm 202 statt der laut Satzung vorgeschriebenen 200 Delegierten gewählt.
Die Zahlen seien nicht nachgerechnet worden, sagte der Landesvorsitzende der Grünen, Andreas Braun. Der Fehler wurde bemerkt, als bei der Wahl des dritten Listenplatzes 201 Stimmen abgegeben wurden.
Vermutungen, es habe sich dabei um die Tabellenkalkulation Excel gehandelt, erhalten dadurch Nahrung, dass die Website auf
Microsoft-IIS 4.0 läuftDie Rinderdatenbank
Auch die zentrale Rinderdatenbank "HIT" in München zur bundesweiten BSE-Kontrolle arbeitet nach Informationen des "Spiegel" nur mangelhaft.
Das bayerische Landwirtschaftsministerium dementierte den Bericht am Sonntag und teilte stattdessen mit, die Datenbank arbeite einwandfrei.
"HIT" registriert den Lebensweg jedes Rindes in Deutschland von der Geburt bis zu Schlachtung. Laut "Spiegel" habe der Computer noch lebende Tiere als bereits geschlachtet angegeben.
Nach Angaben des deutschen Ministeriums für Verbraucherschutz hat der Europäische Rechnungshof bereits vor etwa einem halben Jahr eine Mängelliste der Datenbank erstellt. Ministerin Renate Künast [Grüne] habe alle Bundesländer aufgefordert, die Kontrollen bei der Rinderregistrierung zu verbessern.
Web-Anbindung an die RinderdatenbankFrühere Abstimmungserfolge
Dass die baden-württembergischen Grünen nicht unbedingt Software-Unterstützung brauchen, um Abstimmungen wiederholen zu müssen, zeigte sich schon 1994.
Da mussten sie ihre Abstimmung für die Bundestagswahl wiederholen, weil auch Nicht-Delegierte abgestimmt hatten.
Bei der Landtagswahl 1988 konnten die Grünen in drei Wahlkreisen nicht antreten, weil sie ihre Wahlvorschläge zu spät abgegeben hatten.
Software für die Rinderdatenbank
