22.02.2002

MORAL

Kritik an eBay wegen Terror-Souvenirs

Die Stadt New York hat davor eBay gewarnt, mit Gegenständen ein Geschäft zu machen, die das Gedenken an die Anschlagsopfer vom 11. September beschädigen könnten.

Der New Yorker Chefanwalt Michael Cardozo forderte eBay am Donnerstag in einem Brief auf, das zu unterlassen. Es sei moralisch verwerflich und rechtlich fragwürdig, solche Teile in Verbindung mit den Anschlägen zu verkaufen.

Kein Problem

eBay-Sprecher Henry Gomez zeigte sich verwundert über den Brief der Stadt. Die Firma lasse keine Gegenstände zur Auktion zu, die gegen ein Warenzeichen verstießen, Material vom Tatort zeigten oder ungesetzlich seien.

Viele der Stücke seien "unverhohlene Versuche, vom Massenmord zu profitieren", schrieb dagegen Cardozo. Dazu gehöre eine Tonaufnahme der Rettungseinsätze, die angeblich Aufnahmen enthalte, über die in Hörfunk- oder Fernsehberichten nie gesprochen worden sei.