Zweifel an Großbritannien-Deal der DT
Börsianer glauben nicht an Übernahme.
Neue Spekulationen über ein Interesse der Deutschen Telekom an der britischen BT Group haben die Börse am Montag wenig beeindruckt.
Die Aktien der beiden ehemaligen Staatsmonopolisten verzeichneten vergleichsweise moderate Kursausschläge. Branchenexperten halten es für unwahrscheinlich, dass die Telekom den britischen Wettbewerber für geschätzte 30 Mrd. Euro übernehmen wird.
Telekom muss Schulden abbauen
Zum einen fragen sich die Analysten, woher die Deutsche Telekom das Geld für einen solchen Milliardendeal nehmen wolle.
"Die Telekom hat zwar Schulden abgebaut, hat aber noch lange kein Niveau erreicht, wo sie damit aufhören sollte. Zudem sind die Synergien aus einer möglichen Übernahme begrenzt", lautet der Kommentar eines Analysten von Merck Finck.
Weiters wird am Nutzen der Übernahme gezweifelt: "Das Festnetz ist unter Druck in Europa. Dafür so viel Geld auszugeben wäre eine fragwürdige Entscheidung", so ein Experte der HypoVereinsbank.
"The Times" berichtete
Die britische Zeitung "The Times" hatte über mögliche Kaufabsichten der Deutschen Telekom berichtet. Der Bonner Konzern lehnte am Montag erneut eine Stellungnahme ab.
(APA | Reuters)
