Wien im Sternzeichen des Pinguins
Die Sternwarte Urania steht drei Tage lang ganz im Zeichen von freier Software und Open Source. Auf Österreichs größter Linux-Veranstaltung gibt es von 31. Mai bis 2. Juni bei freiem Eintritt knapp 70 Vorträge und Diskussionspanels für Anfänger, Fortgeschrittene und Experten.
"Lightning Talks"
Die Linuxwochen in Wien finden dieses Jahr erstmals in der Wiener Urania statt - das Programm setzt sich bewährterweise aus Panels und Fachvorträgen zusammen.
Neu dazu gekommen sind die international immer beliebter werdenden "Lightning Talks". Die Vortragenden sind nämlich durch die äußerst begrenzte Zeit [zehn bis 20 Minuten] zu sehr präzisen Aussagen angehalten.
Schönbrunn, Bundesdenkmalamt
Ein Fixpunkt im Programm ist natürlich Wienux, die Linux-Distribution der Stadt Wien basierend auf Debian-Linux. Die IT von Schönbrunn wurde schon großteils auf das neue "Magistrats-Linux" umgestellt.
Doch es gibt nicht nur Wienux. Für das Bundesdenkmalamt etwa wurde eine umfassende Kommunikationslösung auf
Basis von spunQ, einer österreichischen Open-Source-Software ergestellt. Parallel dazu läuft ein kleiner Messebereich, in dem Unternehmen ihre Lösungen rund um Linux und Open Source präsentieren.
Linux anders, nämlich sexy
Neben IBM, das den letzten Stand seiner Linux-Strategie anhand ausgewählter Produkte vorstellt, ist Novell stark vertreten.
3-D-Beschleunigung, transparente Fenster, Schatten etc. verleihen Novells Distribution Suse 10.1 ein bei den durchwegs biederen Linux-Oberflächen bisher unbekanntes grafisches "Look & Feel". Und praktisch ist es auch, denn unter Linux sind mehrere "Schreibtischoberflächen" der Standard.
Desktop eins bis 16
Vor allem User, die viele Programme gleichzeitig geöffnet haben, sind es daher gewohnt, pro Desktop gewisse Programmgruppen zu betreiben. Auf Desktop eins nur Office-Programme, Desktop zwei Browser, E-Mail und andere Internet-Programme usw.
Diese Programmgruppen werden auf Suses Rd-Desktop, einem drehbaren Würfel ["Spinning Cube"], auf [logischerweise] bis zu 16 verschiedenen Oberflächen [Desktops] übersichtlich dargestellt, einzelne Programmfenster können beliebig verschoben werden
Vorher war Eisenstadt
Bei den Linuxwochen Eisenstadt, die am Samstag zu Ende gegangen sind, standen unter anderem digitale Signaturen unter Linux, der Europäische Computerführerschein und eher anwenderorientierte Themen auf dem Programm.
Veranstaltet wird die jährliche Road-Show von einer großen Zahl an Gruppen aus dem GNU/Linux-Bereich. Die Linuxwochen finden heuer bereits zum sechsten Mal statt. "Das Feedback auf unsere Veranstaltungen ist äußerst positiv", sagt Christian Jeitler vom Verein Linuxwochen, der die regionalen Veranstaltungen koordiniert.
Bildung und Kunst in Linz
Ihren Abschluss findet die Road-Show in Linz von 15. bis 18. Juni. Wie auch in den vergangenen Jahren steht im Ars Electronica Center auch ein "Education Day" zum Zusammenspiel von Open Source, Bildung und Jugendarbeit mit Erfahrungsberichten von Lehrenden auf dem Programm.
"Hands on": Situationen im Umgang mit freier Software für künstlerische und kulturelle Produktion eingebettet in ein kulturelles Rahmenprogramm, das von servus.at plus Community im Hause der Stadtwerkstatt gestaltet wird.
