Vom Homo sapiens zum "Homo zappiens"
Ob E-Teaching oder technikunterstütztes Lernen - welche neuen Modelle entsprechen dem "Homo zappiens"? Welche "digitalen Fähigkeiten" es in Zukunft braucht, um die "digitale Kluft" zu überwinden.
Wie Lernen mit Hilfe des Werkzeugs Computer funktionieren könnte, darüber dachten manche bereits in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts nach.
In den letzten 15 Jahren wurde anscheinend weniger darüber nachgedacht, dafür aber mehr Anträge auf Fördergelder gestellt. Die Forderung, dass sich das ändern müsse, wird auch innerhalb der EU lauter.
Erik Duval von der katholischen Hochschule in Löwen, Belgien: "Die erste Frage lautete: Was ist das Problem, das wir lösen wollen? Und nicht: Lasst uns etwas Gutes für das Lernen tun. Gib mir zwei Millionen Euro und in drei Jahren erzähle ich dir, was gut wäre. Das reicht nicht. Es muss schon ein wenig mehr passieren."
Digitale Immigranten
Aus "E-Learning" wurde "technikunterstütztes Lernen". Es wird wieder mehr über Lernprozesse nachgedacht, über Pädagogik und ihre Modelle.
Ob damit die Kluft zwischen den "digitalen Immigranten", den Homo sapiens und der jungen Generation der "Homo zappiens" kleiner wird, bleibt abzuwarten.
Bei Fehler: Neustart
"Homo zappiens" lesen keine Bücher, wenn es keine "Fantasy-Geschichten" sind. Sie lesen auch nicht linear, sondern von oben nach unten. Lernen ist für sie ein Videospiel. Fehler verursachen bei ihnen keine Minderwertigkeitsgefühle mehr, sondern vermitteln nur die Tatsache: Game Over - Neustart.
Sie sind in der Lage, mit mehreren Kollegen gleichzeitig zu kommunizieren und wechseln bei Online-Spielen zumeist zwischen vier verschiedenen Charakteren hin und her. Alles Dinge, die die Industrie in Zukunft brauchen wird, ist der Niederländer Wim Veen überzeugt.
Heute 22:30 im Ö1-Magazin matrix
"Homo sapiens gegen 'Homo zappiens'", lautet der Untertitel dieses Beitrags von Mariann Unterluggauer.
