MuQua und Public Netbase im Clinch
Über die Rückkehr der Netzkulturinitiative Public Netbase gebe es "keine weiteren Verhandlungen mehr", bis diese den in einem Besitzstörungsverfahren festgestellten Schaden an die MuseumsQuartier-Betriebsgesellschaft "zur Gänze bezahlt" habe, meinte Museumsquartier-Geschäftsführer Wolfgang Waldner heute.
Public-Netbase-Sprecher Martin Wassermair findet darin "eine Vorstufe dafür, Public Netbase nicht ins MQ zurückzulassen", und bezeichnet die erhobenen Forderungen als "teilweise absurd und zurückzuweisen".
Die Netzkulturinitiative hatte ein Zelt in einem Wasserbecken im Haupthof des Museumsquartiers aufgestellt und war daraufhin von der MuQua-Betriebsgesellschaft wegen Besitzstörung geklagt worden. Während Public Netbase die sich aus der verlorenen Besitzstörungsklage ergebenden Forderungen beglichen habe, weist man andere "auf das Schärfste" zurück: Seitens der MuQua-Betriebsgesellschaft würden Forderungen aus der fallen gelassenen Räumungsklage des vergangenen Sommers geltend gemacht. Das sei "unhaltbar", denn diese Kosten hätten "bei der Rücknahme der Klage geltend gemacht werden müssen", so Wassermair. "Im Nachhinein geht das nicht" - mehr dazu in wien.ORF.at:
Räumungsklage gegen Kunsthalle WienRostflecken im Bassin
Als "absurd" bezeichnet Netbase die Forderung von 2.616 Euro Mietkosten für das Wasserbecken, in dem das Zelt aufgebaut wurde:
"Man kann nicht einerseits auf Besitzstörung klagen und feststellen, dass das Bassin widerrechtlich genützt wird, und andererseits Nutzungskosten verlangen."
Deutliche Differenzen gibt es auch über die Kosten für die Behebung entstandener Rostflecken im Bassin: Während die MuQua-Betriebsgesellschaft rund 5.720 Euro fordere, habe ein von Public Netbase in Auftrag gegebenes Gutachten Kosten von 450 Euro festgestellt.
