Streamcast will Skype stoppen
Mit einer Klage will Morpheus-Anbieter Streamcast das VoIP-Service Skype stoppen und fordert sein Vorkaufsrecht ein.
Streamcast Networks, Anbieter des Tauschbörsen-Client Morpheus, hat gegen Skypes Mutterfirma eBay sowie 21 weitere Firmen Klage eingereicht.
Eine erste Klage gegen Skype, KaZaA und andere Unternehmen wurde bereits im März eingereicht, aber nun deutlich erweitert. Den Firmen wird vorgeworfen, Technologien von Streamcast gestohlen und widerrechtlich in ihren Produkten verwendet zu haben.
Schadenersatz in Milliardenhöhe
Von eBay verlangt Streamcast nicht nur die weltweite Einstellung von Skype, sondern zusätzlich Schadenersatz in Milliardenhöhe.
Die Klage stützt sich unter anderem auf den RICO Act [Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act], der sich eigentlich auf organisierte Kriminalität, aber auch unlautere Geschäftspraktiken bezieht.
Es geht um die Fasttrack-Rechte
Streamcast handle im Glauben, dass dem Unternehmen die Rechte an der Technologie hinter Skype und Faststrack "unter den Füßen" weggezogen wurde, so Streamcast-Chef Michael Weiss. Zudem seien 28 Millionen Morpheus-Nutzer "gestohlen" worden.
Nach Meinung von Streamcast haben die beiden KaZaA-Gründer Niklas Zennstrom und Janus Friis in konspirativer Absprache mit den anderen Beklagten widerrechtlich die Rechte an der Fasttrack-Technologie entwendet und weitergegeben. Zudem sei Morpheus infolge dieser Absprache zielgerichtet aus dem Faststrack-Netzwerk verdrängt worden.
Laut Anwalt hatte Streamcast auf Grund einer Abmachung selbst die Vorkaufsrechte unter anderem auf die Fasttrack-Technologie.
