18.02.2002

PILL PET

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Roboter erinnern an Medikamente

In Zukunft könnten ältere Personen von elektronischen Haustieren an die Einnahme ihrer Medikamten erinnert werden.

Die so genannten "Pill Pets" sollen sich ähnlich den ehemals populären Tamagotchis verhalten, sie brauchen die ständige Aufmerksamkeit ihres Besitzers, sonst werden sie krank und sterben am Ende sogar.

Forscher am Massachussets Institute of Technology [MIT] hoffen, dass die Senioren ein emotionales Band mit den Tier-Robotern knüpfen und so deren Anweisungen eher befolgen werden, als würden sie nur von einer piepsenden Uhr ermahnt werden.

Die Pill Pets sind bunte, kuschelige Spielzeuge aus Silikon mit einem Bildschirm, der die genauen Anweisungen, wie oft und womit eine Tablette eingenommen werden soll, darstellt.

Erste Versuche Erfolg versprechend

Die Bevölkerung wird zunehmend älter. Es wird geschätzt, dass allein in den USA alle sieben Sekunden jemand 50 Jahre alt wird.

Joe Coughlan, Leiter des Ageing Lab des MIT, erklärt, dass die Fortschritte in Wissenschaft und Medizin im letzten Jahrhundert die Lebenserwartung um 30 Jahre verlängert haben. Das Ageing Lab habe es sich zum Ziel gesetzt, mit der richtigen Technologie die Lebensqualität im Alter weiter zu verbessern.

Das Pill Pet beruht auf dem Prinzip, dass ältere Menschen geren Katzen und Hunde als Haustiere halten. Die Sorge und Pflege der Tiere führe dazu, dass sich die Senioren zuallererst um sich selbst kümmern müssen, um noch lange für ihre vierbeinigen Lieblinge da zu sein.

Erste Versuchen mit dem Pill Pet waren äußerst erfolgreich, die elektronischen Tiere wurden genau wie ein echtes Tier akzeptiert und behandelt.

Probanden, die bereits einen derartigen Roboter mit nach Hause genommen und sich einige Zeit darum gekümmert haben, wollten sich meist gar nicht mehr von ihren Begleitern trennen.