Strategien gegen die IT-Krise
Auch wenn sich etwa auf der in der letzten Woche abgehaltenen Exponet 2002 bereits einige Segmente der IT-Branche einer guten bis sehr guten Auftragslage erfreuen, läuft der Branchenmotor Hardware bestenfalls auf Halbgas.
"Trotz diesen Wachstumsinseln im Bereich Service und Projekte, aber auch Entwicklungstools sehen wir insgesamt noch den Abschwung", sagt Thomas Lutz, Marketingchef von Microsoft Österreich, allerdings sei der PC-Markt "nicht mehr Gradmesser des Erfolgs für Microsoft".
Der bestehende Markt
Anders als PC-Produzenten, die auf Wachstum angewiesen sind,
könnten die Software-Hersteller vom bestehenden Markt leben.
Tech-Giganten gründen Internet-AllianzAuf der Strecke
Alle Software-Hersteller sind freilich nicht damit gemeint, im Gegenteil. "Im Bereich Applikationen werden noch einige Software-Produzenten auf der Strecke bleiben", meint Lutz.
Vornehmlich würden es solche sein, deren während des Dot.com-Booms entwickelte Lösungen auf dem Markt zu lange gebraucht hätten, um Fuß zu fassen.
Mit dem Bestehenden zu leben müsse zwangsläufig die Strategie eines Unternehmens wie Microsoft für die nächsten beiden Jahre sein.
Restrukturierung
In dieser Phase der Restrukturierung könne der Markt nur durch
gemeinsame Standards belebt werden, die alle Hersteller
einschließen. Im Zeichen dieser "Web Services Interoperability"
stünden nicht nur die jüngsten Allianz-Vorstöße Microsofts, auch die
.NET-Strategie ziele eindeutig in diese Richtung.
Die Gegenallianz von Siemens, Sun und CoBill Gates nicht allzu optimistisch
Bill Gates hatte - zuletzt am Rande des Weltwirtschaftsgipfels in New York - ebenfalls keine allzu optimistischen Prognosen zum mittelfristigen Wachstum abgegeben.
