Globalstar beantragt Gläubigerschutz
Der nach eigenen Angaben mit 3,4 Milliarden Dollar verschuldete US-Satellitentelefon-Betreiber Globalstar LP hat bei einem US-Bundesgericht Gläubigerschutz nach Kapitel elf des Konkursrechts beantragt.
Das im kalifornischen San Jose ansässige Unternehmen zeigte sich am späten Freitag abend aber zuversichtlich, den Geschäftsbetrieb für die verbliebenen 66.000 Kunden ohne Unterbrechung aufrechterhalten zu können.
Weltweites Mobiltelefonsystem
Globalstar, die 1994 mit dem Ziel gegründet wurde, ein weltweites
Mobiltelefonsystem anzubieten, habe seit der Ankündigung des
Konkursantrages im November vergangenen Jahres gemeinsam mit seinen
Hauptgläubigern einen Restrukturierungsplan ausgearbeitet.
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Dieser sehe die Gründung einer neuen Gesellschaft vor, deren Eigentümer die jetzigen Inhaber von Schuldverschreibungen und andere unbesicherte Gläubiger sein werden.
Sämtliche Globalstar-Vermögenswerte, einschließlich deren Satelliten, würden auf das neue Unternehmen übertragen.
Zudem werde die neue Firma alle Kapitalanteile der Globalstar USA, Globalstar Caribbean und Globalstar Canada erwerben, die derzeit von Vodafone Group und Loral Space & Communications Ltd gehalten werden.
Betriebskosten und inattraktive Geräte
Ursache für die finanziellen Probleme bei Globalstar waren unter
anderem hohe Betriebskosten und dadurch hohe Kosten für die Kunden
sowie inattraktive, schwere Satellitentelefone.
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