France Telecom bremst UMTS-Investition
Der zweitgrößte Anteilseigner des am Neuen Markt notierten Telekommunikations-Dienstleisters Mobilcom, France Telecom, drängt auf möglichst geringe UMTS-Investitionen in den Jahren 2002 und 2003.
"Nach dem Willen von France Telecom sollen wir möglichst viele Investitionen von diesem ins nächste Jahr und vom nächsten ins übernächste Jahr verschieben", sagte Mobilcom-Chef Gerhard Schmid am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.
Verzögerte Markteinführung von UMTS
France Telecom forderte hingegen Mobilcom zu Änderungen seiner
UMTS-Planungen auf. Mobilcom müsse die Veränderungen im deutschen
Mobilfunkmarkt berücksichtigen, teilte der Konzern in Paris mit.
Dies betreffe insbesondere die Möglichkeit, mit anderen Unternehmen
beim Netzaufbau zusammenzuarbeiten, sowie die verzögerte
Markteinführung von UMTS.
France Telecom steigert UmsatzFrance Telecom hatte sich vor der UMTS-Lizenzversteigerung in Deutschland im Jahr 2000 bei Mobilcom beteiligt und hat eine Option, im Jahr 2003 den Mehrheitsaktionär und Mobilcom-Gründer Schmid auszukaufen.
Zur Jahresmitte steht bei Mobilcom die Refinanzierung von UMTS-Brückenkrediten in 4,6 Milliarden Euro an.
Analysten erwarten, dass die Mittel über France Telecom abgesichert werden.
Schmid: "Bis 2003 habe ich das Sagen"
Schmid sagte Reuters: "Bis zum Jahr 2003 habe ich bei Mobilcom
das Sagen." Danach habe France Telecom das Recht, ihn auszukaufen.
Der Übernahmepreis für die Anteile sei nicht mit France Telecom
fixiert worden, sondern werde zum Zeitpunkt durch Gutachten
ermittelt. Die Aktienkurse der beiden Firmen notierten am Freitag in
einem schwachen Börsenumfeld jeweils deutlich leichter.
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