15.02.2002

AUTOMATISIERT

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Linus Torvalds verwaltet mit BitKeeper

Linus Torvalds hat sich nach einer zähen Newsgroup-Diskussion dazu durchgerungen, den von ihm betreuten Quellcode für den Linux-Kernel künftig mit Hilfe des Spezial-Tools "BitKeeper" von Bitmover zu verwalten.

Wieder einmal forderte die Linux-Gemeinde, Torvalds solle doch einen Verantwortlichen benennen, der sich ausschließlich um die zahlreichen beigesteuerten Patches kümmern und ihn damit entlasten solle.

Eine ähnliche Diskussion hätte bereits 1998 beinahe zur Spaltung der Linux-Codebase geführt. Eben dieser damalige Disput hatte Bitmover -Gründer Larry McVoy dazu veranlasst, die Einführung der seinerzeit noch theoretischen BitKeeper-Software vorzuschlagen, um Torvalds der lästigen Patch-Verwaltung zu entheben.

Umgewöhnungsphase

Zunächst bedeutet das neue Tool mehr statt weniger Arbeit. "Ich habe jetzt rund eine Woche damit verbracht, meine Arbeitsgewohnheiten zu verändern und BitKeeper zu scripten", schrieb Torvalds. "Ganz ehrlich - erst einmal bin ich langsamer. Für 50 Patches habe ich eine Woche gebraucht."

Mittelfristig soll das Werkzeug die Arbeit aber auf jeden Fall beschleunigen. "Grundsätzlich will ich Patches künftig per E-Mail akzeptieren können, die Kommentare aus der Mail sollen automatisch in der Revision Control History landen."

Richtig lohnen werde sich der Einsatz dann, wenn auch wichtige Entwickler den BitKeeper einsetzten. Das werde aber sicher einige Zeit brauchen.