Neue Digicam-Technik ist serienreif
Sigma will als erster Kamerahersteller die von Foveon vorgestellte X3-Technologie in einer Digitalkamera einsetzen.
Foveon, Spezialist für digitale Fotografie, will mit dem X3-Bildsensor deutlich schärfere und farbechtere Aufnahmen erreichen, als mit herkömmlichen CCD-Kameras möglich.
Drei Schichten übereinander
Foveon macht sich bei der X3-Technologie zu Nutze, dass Silizium
Licht je nach Wellenlänge in unterschiedlich tiefen Schichten
absorbiert. Statt wie bei CCDs üblich, Farbfilter in rot, grün und
blau über je einem Drittel der Sensoren anzubringen, ordnet Foveon
drei Schichten untereinander an. Jedes Pixel kann damit alle drei
RGB-Farbinformationen empfangen.
Farben in Filmqualität für DigicamsCCD ist X3-Technologie unterlegen
In der bisherigen Anordnung kann jeder Pixel-Sensor nur eine Farbe empfangen. Die fehlenden Farbinformationen werden per Interpolation nachberechnet. Dies führt zu Farbverlusten, Artefakten und einer geringeren effektiven Auflösung. Da die Farbfilter zudem die jeweils unerwünschten Spektralanteile absorbieren, sinkt die Lichtempfindlichkeit des Sensors.
3,4 Millionen Bildpunkte
Foveon kann durch das X3-Verfahren nach eigenen Angaben deutlich
schärfere Aufnahmen liefern, die annähernd Filmqualität besitzen
sollen. Der in CMOS -Technologie gefertigte F7-Bildsensor-Chip von
Foveon kommt auf eine Auflösung von 2268 x 1512 Pixel. Durch den
Wegfall der Interpolation sind die daraus resultierenden 3,4
Megapixel deutlich höher zu bewerten als bei herkömmlichen Kameras.
Foveons F7-ChipNoch kein Preis für Sigma-Digicam
Kamerahersteller Sigma will am 24. Februar bei der PMA [Photo Marketing Association] in Orlando eine Kamera mit der X3-Technologie vorstellen. Bei der SD9 können die Objektive gewechselt werden [Bajonett-Verschluss], auf die Kamera sollen Objektive der SA-Reihe von Sigma passen. Einen Preis nennt Sigma für die SD9 nicht.
