14.02.2002

PATENTE

Bildquelle: dvd

Zollbeamte gegen Billig-DVD-Player

Das Angebot an günstigen DVD-Playern in Europa dürfte mindestens für einige Zeit spürbar verknappt werden.

Philips will stellvertretend für die DVD-Patentinhaber verschärft gegen Billig-Hersteller von DVD-Playern und -Rohlingen vorgehen, die keine Lizenzgebühren zahlen.

Dabei geht es den Patent-Inhabern Philips, Sony und Pioneer vor allem um asiatische Hersteller, die in der Regel europäische oder US-Firmen beliefern, die die Player wiederum in ihre Produkte integrieren oder unter eigenen Marken verkaufen.

Alleine in China haben laut DVD-Forum 2001 mehrere dutzend Firmen rund zehn Millionen DVD-Player hergestellt, von denen aber nur vier Lizenzgebühren an die Patentinhaber entrichteten.

Zollbeamte im Patentschutz

Philips will zukünftig die importierenden Firmen in Europa strenger kontrollieren und hat jetzt dazu verschiedene europäische Zollbehörden aufgefordert, Sendungen von asiatischen Herstellern, die keine Lizenzgebühren entrichten, zu beschlagnahmen.

Die importierenden Firmen werden unterdessen auf Philips Site gewarnt, dass ihre Bestellungen vom Zoll festgesetzt werden könnten, wenn sie ihre asiatischen Partnern nicht auf die korrekte Abrechnung der Lizenzgebühren überprüfen würden.

Neben den Playern zielt die Philips-Aktion auch DVD-Video und -ROM-Datenträger.

Content-Industrie dürfte zufrieden sein

Philips dürfte mit den Schritten gegen die unlizenzierten Billig-Player und -DVDs auch der Beifall der Content-Industrie sicher sein, denn insbesondere die Billig-Player ignorieren in der Regel den Länder-Code von DVD-Videos.