IT-Trendwende in Sicht
Die Konsolidierung in der IT-Branche geht nach dem sehr schwierigen Jahr 2001 auch heuer weiter, sagten IT-Experten bei einer Podiumsdiskussion am Rande der heute eröffneten IT-Mese Exponet in Wien.
Nach der "Jahr-2000-Hysterie", dem Platzen der Dot.com-Blase und den Ereignissen vom 11. September dürfte nun aber die Trendwende erreicht sein, meinen die Experten.
"Zuerst war man bei der Jahr-2000-Umstellung stolz, horrende Summen investiert zu haben, um ein paar Software-Fehler zu finden, dann begann die New-Economy-Blase zu platzen", sagte Sigurd Harand, IT-Leiter der Mobilkom Austria. Man habe die Unternehmen "in eine Hysterie gehetzt", worauf die Ernüchterung folgte. Dennoch sei E-Business "das Geschäftsfeld der Zukunft", was sich aber erst im Bewusstsein der Kunden durchsetzen müsse.
Start der Exponet 2002UMTS als Synonym für Bandbreite
"Das Internet ist unter-, nicht überbewertet", glaubt auch Donatus Schmid, Geschäftsführer von Sun Microsystems Austria. Die Anzahl der Endgeräte und Services wachse dramatisch.
"Neue Geräte sind auch für UMTS nötig, die Benutzerfreundlichkeit muss deutlich zunehmen", ergänzte Franz Grohs, Geschäftsführer von T-Systems, einer Konzernschwester von max.mobil.
UMTS sei nur ein Synonym für Bandbreite: "Es wird unser Leben dahingehend verändern, überall online zu sein", so Grohs. UMTS habe aber noch einen langen Weg vor sich, warf Harand ein: "Es wird nicht dieses, wahrscheinlich auch nicht nächstes oder übernächstes Jahr passieren, wenn man sich die Entwicklung bei GPRS anschaut."
Widerspruch
"Wir reden immer von technologischen Revolutionen, ich glaube aber nicht daran", widersprach Peter Zaboji, CEO von Tenovis. Schließlich sei SMS bereits 1994 entwickelt worden, "die Umsatzticker zum Laufen gebracht" habe es aber erst vergangenes Jahr. "Technologie ja, aber mit Augenmaß", müsse nun das Motto lauten.
