Streit um Microsoft-Zeugen
Im Kartellverfahren gegen Microsoft haben die klageführenden Anwälte der neun beteiligten US-Bundesstaaten bei Gericht Protest gegen die überraschende Benennung von neuen Zeugen durch das Unternehmen eingelegt.
Die Anwälte für die Bundesstaaten Connecticut, Massachusetts, Kalifornien und sechs weitere erklärten gegenüber Richterin Colleen Kollar-Kotelly am Montag, diese Zeugen seien aus taktischen Gründen erst unmittelbar vor Abschluss der Nominierungsfrist benannt worden.
Nach der Vergleichseinigung mit neun von ursprünglich 18 klagenden Bundesstaaten halten noch neun Bundesstaaten ihre Forderung nach härteren Sanktionen gegen Microsoft aufrecht.
Bill Gates sagt persönlich ausPositionen
Microsoft versucht laut den Bundesstaaten mit der späten Zeugenbenennung, das Verfahren zu verzögern und so seine marktbeherrschende Stellung weiter zum Schaden anderer Unternehmen sowie der Konsumenten auszunutzen.
Microsoft zeige damit zugleich seine Missachtung der zeitlichen Planung des Gerichts, argumentierten die Ankläger.
Das Unternehmen widersprach dieser Darstellung allerdings vehement. Wegen der drohenden schweren Sanktionen seien diese zusätzlichen 16 Zeugen notwendig, aus deren Ausführungen sich ergeben werde, welcher Schaden durch eine gerichtliche Regulierung entstünde, hieß es in einer Unternehmensmitteilung.
