11.02.2002

SPIEL & KRITIK

Bildquelle: EA

Rasantes Spiel auf [fast] allen Formaten

In "NHL 2002" von Electronic Arts [EA] wird eine Eishockeymannschaft übers Eis dirigiert, und zwar nach den Regeln der National Hockey League der USA.

Völlig unbedarft in Sachen Eishockey und dessen Taktik hat sich die FuZo dem letzten Spiel der Wintersportserie genähert - und insgesamt eine Menge Spaß gehabt.

Mindestanforderung

Der Test erfolgte auf PC, Mindestanforderung P II [AMD K6-2], 300 MHz [besser 400], 32 MB RAM [besser 64], 100 MB HD [besser 575], CD-Rom vierfach [besser achtfach], 16 MB Grafikkarte [besser 32] mit 3-D-Beschleuniger und DirectX 8.0. Das Spiel ist auch für PS2 und Xbox erhältlich.

Ungereimtheiten und Easter Eggs

Ganz einig ist sich EA in Sachen Mindestanforderung allerdings nicht. Auf der Packung werden vier MB Grafikkarte verlangt, in der Referenzkarte mindestens 16 MB. Auch bei den Multiplayer- und Netzwerkanforderungen gibt es Ungereimtheiten.

Es gibt mehrere Spielmodi: Saison [bis zu 82 Spiele mit 30 Teams], Karriere, Play-off, Turnier und Shootout. Mit den Punkten, die man mit bestimmten Spielzügen gewinnt, können NHL-Karten gekauft werden.

Diese schalten verschiedene Dinge frei, zum Beispiel Easter Eggs, Spieler, Feiern und Cheats. Wer keinen der Spieler [alle aus der aktuellen NHL-Saison] mag, kann auch eine eigene Figur erstellen, sogar mit eigenem Konterfei [nicht für PS2].

Kein Fall für die Tastatur

Die Spielkontrolle stellt sich über die verwendete Tastatur nicht ganz einfach dar, es empfiehlt sich in diesem Fall ein passendes Steuergerät anzuschließen.

Das Spiel selber ist temporeich und am Anfang zwar etwas unkontrolliert, aber dafür sehr unterhaltsam. In der leichtesten Spielstufe schaffen wir es, im ersten Spiel die gegnerische Mannschaft mit 5:0 vom Platz zu fegen.

Das beflügelt - wir wollen es noch einmal wissen und wählen Revanche. Dieses Mal versuchen wir jedoch auch auf die gut gemeinten Ratschläge der Kommentatoren [mit starkem US-Akzent] einzugehen und tatsächlich: Es wirkt. Wieder gewinnen wir haushoch, und das Publikum buht uns aus [wir sind zu Gast].

Angenehme Stimmen

Die Kommentatoren in "NHL 2002" [Michael Leopold und Rick Amann] sind ein Pluspunkt und willkommene Ausnahme: Die Wiederholungen halten sich in Grenzen, und ihre Tipps sind hilfreich.

Die Spieloptionen sind weitläufig, und fast alles ist editierbar - von der Länge der Saison bis hin zur Elastizität des Pucks.

Auch die Audiooptionen sind umfassend: Musik, Soundeffekte, Zuschauer, Kommentar, Stadionsprecher, Kokommentator, Audiodetails und die Art der Musik können eingestellt werden. Eigene Musik kann ebenfalls gespielt werden.

Fazit

"NHL 2002" ist auch für Nichtkenner der Materie Eishockey geeignet und garantiert Spielspaß für zu Hause, vorausgesetzt man behält den Überblick und mag viel Action. Die fünf Kamerapositionen können leider nicht alles zeigen, was am Anfang viel "Lauferei" bedeutet, weil die Pässe meist ins Leere gehen.

Mit dem Publikum im Rücken und den Wiederholungen der besten Szenen aus der Spielerperspektive kommt fast Live-Gefühl auf. Und wer den Puck einmal beherrscht, wird mit den vielen Optionen das Spiel immer wieder neu für sich entdecken können.