Unsere Heimat ist das Netz
Eine Studie der Politischen Akademie der ÖVP ergab, dass die politischen Parteien zwar im Netz eine "neue Heimat" gefunden haben. Die Einstellung für eine Partei hänge aber nur zu einem kleinen Teil vom Internet-Auftritt der Partei ab.
Nur zehn Prozent der befragten 1.000 Internet-User gaben an, dass sie der Internet-Auftritt beeinflusse, 75 Prozent glauben, nicht beeinflusst zu werden. Ganz anders verhält es sich mit dem TV - 78 Prozent gaben an, dass ihre Einstellung von Interviews und Diskussionen mit Politikern im Fernsehen beeinflusst werde.
Befragt wurden 1.000 Internet-User im November 2001, die im Durchschnitt aber jünger, urbaner und besser gebildet sind und über ein höheres Einkommen verfügen. Die Umfrage ist deshalb nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung.
Die Studie ist von Fessel+GFKBei uns "dahoam" im Netz
Der Leiter der Akademie, Günther Burkert-Dottolo, geht davon aus, dass in Zukunft drei bis fünf Prozent der Wahlkampfkosten in Internet-Kampagnen fließen werden.
Gefragt wurde auch nach dem Stellenwert des Heimatbegriffes für die User. Für die Auftraggeber war überraschend, dass die Befragten dabei zuerst an Begriffe wie Familie, Freunde und Vertrautheit denken und erst danach an Landschaft, Kultur oder Muttersprache.
Sie interpretieren dieses Ergebnis so, dass die Österreicher im Netz "eine neue Heimat gefunden" hätten.
