DVDs mit Selbstzerstörungs-Mechanismus
Nachdem die Firma SpectraDisc schon vor rund einem Jahr die ersten CDs mit einem "Selbstzerstörungs-Mechanismus" vorgestellt hat, der die Abspieldauer begrenzt, scheint die Idee jetzt angesichts der zunehmenden Popularität von DVDs an Dynamik zu gewinnen.
SpectraDisc hat unlängst ein neues Patent speziell für DVDs erhalten, und auch andere Unternehmen arbeiten an dem Konzept.
Hauptanwendungsgebiet der Datenträger mit begrenzter Lebensdauer dürfte der Filmverleih werden, wo eine Rückgabe der Datenträger entfallen würde.
Daneben könnten die DVDs aber auch als Werbeträger und von Softwareunternehmen für Testversionen eingesetzt werden.
CDs mit Selbstzerstörungs-MechanismusDie Uhr läuft
Eine chemische Beschichtung sorgt bei den DVDs von SpectraDisc dafür, dass der Datenträger nach einer bestimmten Zeitspanne nicht mehr lesbar ist.
Bei den vor einem Jahr vorgestellten CDs wurde der "Verfallsprozess" durch den Laser des CD-Players ausgelöst. Bei dem jetzt erteilten Patent beginnt er mit dem Öffnen der Verpackung.
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Nach Unternehmensangaben kann die Lebensdauer bei beiden Verfahren durch die Stärke der Beschichtung exakt eingestellt werden, angeblich zwischen einigen Minuten und mehreren Wochen.
SpectraDisc ist eine Tochter der Spectra Systems Corporation, die für die Entwicklungsarbeit verantwortlich zeichnet und wiederum ein kommerzieller Spin-off der "Brown University Division of Engineering" ist.
SpectraDisc"No Return Rental"
Die Firma FlexPlay arbeitet nach eigenen Angaben ebenfalls an DVDs mit Verfallsdatum, bei denen der chemische Prozess wie beim aktuellen SpectraDisc-Patent mit dem Öffnen der Packung einsetzen soll.
Für den Filmverleih mit den Wegwerfscheiben hat FlexPlay sogar den Begriff "No Return Rental" namensrechtlich schützen lassen.
Auf seiner Site preist das Unternehmen die neuartigen Datenträger zudem als "Meilenstein" für die Bekämpfung der DVD-Piraterie.
FlexPlay
