08.02.2002

COUNTDOWN

Bildquelle: orf on

DVDs mit Selbstzerstörungs-Mechanismus

Nachdem die Firma SpectraDisc schon vor rund einem Jahr die ersten CDs mit einem "Selbstzerstörungs-Mechanismus" vorgestellt hat, der die Abspieldauer begrenzt, scheint die Idee jetzt angesichts der zunehmenden Popularität von DVDs an Dynamik zu gewinnen.

SpectraDisc hat unlängst ein neues Patent speziell für DVDs erhalten, und auch andere Unternehmen arbeiten an dem Konzept.

Hauptanwendungsgebiet der Datenträger mit begrenzter Lebensdauer dürfte der Filmverleih werden, wo eine Rückgabe der Datenträger entfallen würde.

Die Uhr läuft

Eine chemische Beschichtung sorgt bei den DVDs von SpectraDisc dafür, dass der Datenträger nach einer bestimmten Zeitspanne nicht mehr lesbar ist.

Bei den vor einem Jahr vorgestellten CDs wurde der "Verfallsprozess" durch den Laser des CD-Players ausgelöst. Bei dem jetzt erteilten Patent beginnt er mit dem Öffnen der Verpackung.

¿

Nach Unternehmensangaben kann die Lebensdauer bei beiden Verfahren durch die Stärke der Beschichtung exakt eingestellt werden, angeblich zwischen einigen Minuten und mehreren Wochen.

"No Return Rental"

Die Firma FlexPlay arbeitet nach eigenen Angaben ebenfalls an DVDs mit Verfallsdatum, bei denen der chemische Prozess wie beim aktuellen SpectraDisc-Patent mit dem Öffnen der Packung einsetzen soll.

Für den Filmverleih mit den Wegwerfscheiben hat FlexPlay sogar den Begriff "No Return Rental" namensrechtlich schützen lassen.