Auf dem Weg zum "gläsernen Athleten"
Mit dem bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City von der Welt-Anti-Doping-Agentur [WADA] vorgestellten Athleten-Pass soll der "gläserne Athlet" einen Schritt näher rücken.
Abgesehen von dem Papierpass sollen alle dort eingetragen Informationen - von den absolvierten Dopingtests über die Einnahme etwaiger Medikamente bis hin zum jeweiligen Aufenthaltsort des Inhabers - auch in einer Online-Datenbank erfasst werden.
Sportler auf allen Kontinenten haben in Verbindung mit dem Athleten-Pass selbst Zugang zu der Datenbank, auf der zudem alles Wissenswerte zu Doping-Fragen in sechs Sprachen zu finden ist.
Eingeführt wird das einem Reisepass ähnliche Dokument auf Basis der Freiwilligkeit. "Wenn der Pass besser bekannt sein sollte, wird er eher eine Pflicht werden, wenn die Athleten den Druck ihrer Kollegen spüren", setzt der WADA-Vorsitzende Richard Pound auf einen Multiplikatoren-Effekt in der Sportlerschaft.
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Die EU unterstützt das 400.000 Euro teuere Projekt mit 300.000 Euro.
Zudem finanziert die EU ein den Athleten-Pass begleitendes "interaktives Internet-Lernprogramm" zur Aufklärung und Erziehung von Jugendlichen in Schulen und Klubs.
