Liberty Media verweigert Zugeständnisse
Die Liberty Media wird nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" aller Voraussicht nach keine Zugeständnisse an das deutsche Bundeskartellamt machen, um den Kauf des Fernsehkabels der Deutschen Telekom doch noch zu ermöglichen.
"Im Augenblick sind keine Konzessionen geplant", zitierte die Zeitung einen mit der Strategie vertrauten Mitarbeiter bei Liberty.
Liberty will für 5,5 Milliarden Euro rund 60 Prozent des regionalen Fernsehkabelnetzes der Telekom übernehmen und die Kabel für die Durchleitung einer Vielzahl digitaler Kanäle ausbauen. Die Wettbewerbshüter fürchten aber, dass die Übernahme die marktbeherrschende Stellung Libertys verstärken könnte. Eine ausgleichende Belebung des Wettbewerbs in anderen Bereichen wie Internet-Zugang oder Sprachtelefonie sei aus der Strategie Libertys allerdings nicht ausreichend zu erkennen, hatte das Kartellamt erklärt.
Weiter Ringen um deutsche KabelnetzePoker geht weiter
Ein Sprecher der deutschen Liberty-Vertretung hatte zuvor auf Reuters-Anfrage gesagt, deutlich vor Ablauf der vom Kartellamt gestellten Äußerungsfrist am 15. Februar sei voraussichtlich nicht mit einer Entscheidung zu rechnen.
Das Bundeskartellamt hatte Liberty die Übernahme unter den bisherigen Bedingungen verboten. Der Konzern kann aber noch bis zum 15. Februar zu den Bedenken der Wettbewerbshüter Stellung nehmen.
