Webby Awards nicht World Wide genug
Für die Verleihung der "Webby Awards", des "Oscars des Internets", sind in den vergangenen Wochen Tausende von Bewerbungen bei der internationalen "Academy of Digital Arts and Sciences" in San Francisco eingegangen.
Um dem Namen "World Wide Web" gerecht zu werden, sei aber eine noch stärkere Beteiligung aus Europa gewünscht, sagte Webby-Vorsitzende Maya Draisin.
Die Zahl der Anträge, vor allem aus Ländern wie Brasilien, Zypern und Korea, die erstmals an dem Wettbewerb teilnehmen, hätte die Erwartungen überstiegen, erklärte Draisin. Die Auszeichnungen werden zum 6. Mal im Juni in San Francisco verliehen. Die Anmeldefrist läuft am 15. Februar ab.
Webby AwardsUS-Jury
Wie im vergangenen Jahr werden 150 Bewerber in 30 Kategorien nominiert, darunter in Sparten wie Aktivismus, Mode, Kunst, News, Finanzen, Reise, persönliche und verrückteste Webseiten.
Ausgesucht werden die Preisträger von den 370 Akademie-Mitgliedern, unter ihnen Prominenz, wie David Bowie, Björk, Oracle-Chef Larry Ellison und Regisseur Francis Ford Coppola.
Es würden nur englischsprachige oder visuelle Webseiten berücksichtigt, die von der größtenteils amerikanischen Jury beurteilt werden können, räumten die Veranstalter ein. Rund 15 Prozent der Webby-Teilnehmer von 2001 waren Nicht-Amerikaner.
