Elsa droht Insolvenzverfahren
Der deutsche Grafikkarten- und Netzwerkspezialist Elsa AG steht nach der Kündigung von Kreditlinien durch sieben Banken möglicherweise vor der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
Der Vorstand prüfe derzeit, ob die Voraussetzungen zur Stellung eines Insolvenzantrages gegeben seien, teilte das Unternehmen mit.
Sieben Banken hätten mit Wirkung zum 15. Februar ein Kreditvolumen von 28 Millionen Euro gekündigt.
4,9 Millionen Euro Verlust in Q3
Das auf dem Neuen Markt gelistete Aachener Unternehmen war im
dritten Quartal 2001 in die Verlustzone gerutscht. Im November hatte
Elsa den Periodenverlust mit 4,9 Millionen Euro beziffert nach einem
Gewinn von 3,8 Millionen im Jahr zuvor. Damals hatte Elsa ein
Kostensenkungsprogramm angekündigt, durch das unter anderem 60
Stellen abgebaut werden sollten.
ElsaFortbestand nicht gesichert
Zusätzlich zu den genannten sieben Instituten werde eine weitere Bank eine Rahmenkreditlinie in Höhe von zehn Millionen Euro, die bis zum 30. März befristet sei, nicht verlängern, teilte Elsa weiter mit.
Verhandlungen mit den Banken über eine Ablösung der Kredite durch einen Drittinvestor seien indes gescheitert.
Mittel für die Begleichung der offenen Kredite stünden derzeit nicht zur Verfügung. Der Bestand des Unternehmens sei damit nicht gesichert.
