tele.ring wartet mit UMTS-Netzausbau
Während andere Betreiber in Österreich bereits emsig den Aufbau der Netze für die dritte Mobilfunkgeneration UMTS [Universal Mobile Telecommunications System] planen, hat der vierte österreichische Handynetzbetreiber tele.ring noch immer keine Entscheidung über die Nutzung der Option auf die UMTS-Lizenz der Mannesmann 3G Mobilfunk GmbH getroffen.
"Es besteht derzeit kein Handlungsbedarf, die Option läuft erst Ende 2002 aus", sagte tele.ring-Geschäftsführer Hubertus Hofkirchner zur APA.
tele.ring wolle zuvor abwarten, was die für Herbst 2002 erwartete Telekom-Novelle zum Telekom-Gesetz hinsichtlich möglicher UMTS-Kooperationen bringe, erläuterte Hofkirchner.
Kosteneinsparungen am Land
Von der Telekom-Novelle erhoffe sich tele.ring konkret die
Möglichkeit der gemeinsamen Nutzung von UMTS-Frequenzen
[Frequency-Pooling], das derzeit vom Telekom-Gesetz nicht erlaubt
sei und vor allem in ländlichen Gebiete Kosteneinsparungen bringen
würde, betonte Hofkirchner.
tele.ringUMTS-Versorgungsgarantie kein Problem
Von mehreren UMTS-Betreibern würde der Aufbau von nur einem UMTS-Netz im ländlichen Raum angestrebt, das mehrere UMTS-Betreiber nützen können.
Dass UMTS-Lizenzinhaber bis Ende 2003 rund 25 Prozent der Bevölkerung mit UMTS versorgen müssen, bereitet tele.ring hingegen kein Kopfzerbrechen: "Auch wenn wir erst Ende 2002 über die Option auf die UMTS-Lizenz entscheiden, schaffen wird diese Vorgabe. Wir können unser Netz binnen ein bis drei Monaten UMTS-fit machen", so Hofkirchner.
Positives EBITDA im Q2/2003
tele.ring schreibt derzeit rote Zahlen und will spätestens im zweiten Quartal 2003 ein positives Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen [EBITDA] und einen positiven Cash-Flow erreichen, kündigte Hofkirchner an.
Zehn Prozent Marktanteil in fünf Jahren
Heuer wolle tele.ring das unter Vodafone zuletzt vernachlässigte Festnetzgeschäft wieder ankurbeln, im Internet-Bereich wolle tele.ring im zweiten Quartal 2002 mit neuen Breitbandprodukten auf den Markt kommen, kündigte Hofkirchner an.
Im Festnetzbereich schreibe tele.ring bereits ein "sehr solides positives EBITDA". Im Mobilfunkbereich strebe tele.ring heuer fünf Prozent Marktanteil und in fünf bis sieben Jahren zehn Prozent Marktanteil an, prognostizierte Hofkirchner.
