GameCube vorerst ohne Online-Spiele
Der japanische Spielehersteller Nintendo setzt anders als konkurrierende Konsolenhersteller mit seinem neuen GameCube vorerst nicht auf interaktive Online-Spiele.
"Wir sind wie alle begeistert von Online-Spielen", sagte David Gosen, Marketing-Direktor für Europa, auf der Multimedia-Messe Milia in Cannes. Um damit einen Massenmarkt zu erschließen, müsse allerdings in Europa noch viel geschehen.
Der GameCube sei technisch jedoch für die Zukunft gerüstet. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts Forrester Research sind heute lediglich rund drei Prozent der Haushalte in Europa mit einem dafür nötigen Breitbandanschluss ausgestattet.
Xbox & PS2 mit Netzanschluss
Marktführer Sony [Playstation 2] hatte bereits eine Reihe von
strategischen Partnerschaften für die Entwicklung von
Service-Angeboten für Spieler im Internet angekündigt. Auch der
Neuling auf dem heiß umkämpften Konsolenmarkt, Microsoft, wird seine
Xbox in Europa vom 14. März an mit Netzanschluss und Festplatte
ausliefern.
NintendoXbox doch nicht online
Während der weltgrößte Softwarehersteller das Gerät ursprünglich auf den Online-Einsatz ausgerichtet hatte, lenkte das Unternehmen inzwischen ein.
Die Xbox sei zwar auf Breitband ausgelegt, aber der wesentliche Grund für einen Kauf werde der lokale Einsatz zu Hause sein, wurde Unternehmenschef Steve Ballmer mehrfach zitiert.
Während Sony und Microsoft mit ihren High-Tech-Spielzeugen vor allem Teenager und Erwachsene ansprechen, will Nintendo die ganze Familie erreichen. "Der GameCube ist Sache einer Einstellung, nicht eines Alters", sagte Gosen.
Mit dem Europastart am 3. Mai will der zweitgrößte Spielehersteller auch mit dem Preis der Konsole punkten. Der GameCube sei mit rund 250 Euro günstiger als die PS2 und nur halb so teuer wie die Xbox. Microsoft will seine Konsole für 479 Euro auf den Markt bringen.
