Eltern klagen "WoW"-Händler
Sohn hatte sich das Leben genommen
Die Eltern eines 13-jährigen Chinesen machen das PC-Game "World of Warcraft" für den Selbstmord ihres Sohnes verantwortlich und klagen nun auf Schmerzensgeld.
Der chinesische Vertragshändler habe in anderen Ländern geltende Altersbeschränkungen missachtet und nicht ausreichend über die von dem Spiel ausgehenden Gefahren gewarnt, zitiert eine chinesische Zeitung aus der Klage.
Sturz aus dem 24. Stock
Die Eltern des Buben, der das Spiel 36 Stunden lang in einem Internet-Cafe gespielt hatte und danach aus dem 24. Stock des elterlichen Hochhauses gesprungen war, verlangen nun vom offiziellen Händler 100.000 Yuan [umgerechnet rund 9.800 Euro].
Unterstützung bekamen die Kläger von Aktivisten gegen Online-Sucht. Das sei ein Fall von öffentlichen Interesse, so ein Unterstützer. "Wir bitten den Staat dringend darum, ein umfassendes und gesundes System zur Kontrolle von Computerspielen zu schaffen."
Die Nachfrage nach Computer- und Online-Spielen ist in den vergangenen Jahren in China explosionsartig gestiegen.
(Reuters)
