Quantensprung in Palm-Software
Palm wird heute zum Start der Entwicklerkonferenz PalmSource eine Betaversion seines neuen Betriebssystems Palm OS 5.0 veröffentlichen.
Zudem gab das Unternehmen den endgültigen Namen der ausgegliederten Software-Abteilung bekannt. Sie wird künftig PalmSource heißen.
Der Palm-Ableger wird sich künftig unter der Leitung von David Nagel ausschließlich um die Entwicklung des PDA-Betriebssystems sowie dessen Vermarktung kümmern. Erstes Produkt ist die Betaversion von Palm OS 5.0; das fertige Betriebssystem soll im Sommer auf den Markt kommen.
Erstmals Unterstützung von ARM-Chips
Palm OS 5.0 unterstützt erstmals die leistungsfähigeren
32-Bit-Plattform des britischen Chipdesigners ARM. Bisher läuft Palm
OS nur auf PDAs mit dem Dragonball-Prozessor von Motorola.
PalmBis zu 700 Megahertz
Die Taktraten der neuen Prozessoren liegen dem Unternehmen zufolge zwischen 70 und 700 MHz.
Neben einer neuen CPU kommt Palm OS 5.0 mit einigen neuen Features. So hat Palm großen Wert auf Sicherheit gelegt. Das neue Betriebssystem kommt mit einer 128-Bit-Verschlüsselung [RC4-Algorithmus] sowie SSL für E-Mail und Internet.
Es unterstützt jetzt auch den WLAN-Standard 802.11b und bringt der Palm-Mitteilung zufolge auch eine verbesserte Sound-Ausgabe mit. Zudem unterstützt das neue OS Displays mit einer Auflösung von 320 x 320 Pixeln.
Größere Displays
Aktuelle PDAs von Palm und Handspring stellen auf ihren Displays 160 x 160 Pixel dar, die Pocket PCs 240 x 320 Pixel.
Meistens abwärtskompatibel
Palm OS 5.0 ist laut Palm zu nahezu allen bestehenden Anwendungen abwärtskompatibel. Die neuen Features sollen zudem nicht auf Kosten der Akkulaufzeit gehen. Palm wird eine CD mit der Betaversion und Tools sowie 20 Anwendungen auf der PalmSource an die Entwickler verteilen. In Kürze sollen auch auf der Webseite des Unternehmens Tools zum Download bereitstehen.
