05.02.2002

LINUX

Bildquelle: FuZo

PCs lösen Supercomputer-Aufgabe

Mathematikern der Universität Bonn ist es nach eigenen Angaben gelungen, eine Zahl mit 158 Stellen in ihre Primfaktoren zu zerlegen, das sei neuer Weltrekord.

Bei dem Versuch kamen keine Supercomputer, sondern handelsübliche Rechner mit Linux zum Einsatz.

Codierungsverfahren nicht gefährdet

Zahlreiche Verschlüsselungsverfahren beruhen auf einer mathematischen Asymmetrie: Die Multiplikation von zwei Zahlen benötigt kaum Rechenzeit.

Die Zerlegung einer Zahl in ihre Teiler ist um viele Größenordnungen aufwendiger. Heute eingesetzte Codierungsverfahren verwenden in der Regel Schlüssel mit über 512 Bit.

"Sie sind durch unseren Rekord nicht gefährdet", erklärt Professor Jens Franke vom Institut für Mathematik an der Universität Bonn, der zusammen mit Thorsten Kleinjung und Friedrich Bahr die 158 Stellen geknackt hat.