Mit Auspuffgasen Automotor versorgen
Forscher des Massachusetts Institute of Technology [MIT] und des Energieunternehmens Eneco haben einen Halbleiter, der elektrische Energie direkt aus Wärme gewinnt, entwickelt.
Die so genannte Thermo-Diode arbeitet bereits bei Temperaturen ab 200 Grad Celsius effektiv.
Bisher erst bei über 1.000 Grad Celsius
Der thermoelektrische Effekt und die Thermospannung werden zwar
gerne im Physikunterricht demonstriert. Bisherige Bauelemente
konnten aber nur bei einer Temperaturdifferenz von über 1.000 Grad
nennenswert Energie von Wärme in Strom wandeln.
Massachusetts Institute of Technology20 Prozent der Wärme wird Strom
Die neue Thermo-Diode des MIT soll schon bei 200 Grad Temperaturdifferenz effektiv arbeiten.
Laut Eneco soll der Bauteil theoretisch bei einer Differenz von 250 Grad [275 nach 25 Grad Celsius] 20 Prozent der Wärme direkt in Strom wandeln.
Das entspricht bereits 40 Prozent des thermodynamisch maximalen Werts.
Diode in Automotoren einbauen
Die Diode könnte zum Beispiel in Automotoren eingebaut werden und
Strom aus der Restwärme der Auspuffgase erzeugen. Auch in tragbaren
Rechnern ließe sich die Diode nutzen. Sie könnte einen Teil der
Abwärme des Prozessors in elektrische Energie rückverwandeln und so
für längere Akkulaufzeiten sorgen.
Brennstoffzellen kommen statt Batterien
