"Nicht am maximalen Preis interessiert"
Trotz des schlechten Börsenklimas hält die Deutsche Telekom an ihrer Absicht fest, ihre Mobilfunktochter T-Mobile in diesem Jahr an die Börse zu bringen.
Telekom-Chef Ron Sommer sagte in einem Interview mit dem "Handelsblatt", die Entscheidung über den genauen Zeitpunkt werde spätestens im März fallen. Sommer hatte zuvor den Juni und den November als mögliche Termine genannt.
Der Telekom-Chef betonte: "Wir sind nicht am maximalen Preis interessiert." Viel wichtiger sei es, die T-Mobile-Aktie so zu platzieren, dass sich der Kurs von da ab kontinuierlich nach oben entwickle. Schließlich würden nur zehn bis 20 Prozent des Aktienkapitals verkauft. "Der vorrangige Zweck ist die Akquisitionswährung", sagte Sommer.
max.mobil heißt bald T-Mobile AustriaÜber Einkaufsstimmungen
Große Bedeutung hat in den Telekom-Plänen Sommer zufolge weiter der amerikanische Markt. "Wir werden in den USA sicher eines der bedeutendsten mobilen Unternehmen sein, unter anderem auch dadurch, dass sich die Anzahl der Player dort reduzieren wird", sagte der Telekom-Chef.
Hier seien viele Szenarien möglich. Die Deutsche Telekom, mit ihrer für knapp 40 Milliarden Euro erworbenen US-Tochter VoiceStream die Nummer sechs auf dem US-Mobilfunkmarkt, weist die höchsten Wachstumsraten aus.
Derzeit sei die Telekom "nicht in Einkaufsstimmung", sagte Sommer. Doch fügte er hinzu. "Ich sehe mit Interesse, wie immer mehr Unternehmen sich vom Markt verabschieden oder bitten, gekauft zu werden. Die Preise sinken weiter."
