Chipmärkte erholen sich langsam
Nachdem das letzte Jahr das schwerste in der gesamten Branchengeschichte war, mehren sich jetzt auf den weltweiten Chip-Märkten die Anzeichen für eine Erholung.
Im letzten Quartal des vergangenen Jahres seien die Verkäufe mit 30,5 Milliarden USD [35,3 Mrd. Euro] erstmals wieder gegenüber dem Vorquartal stabil geblieben, teilte der US-Branchenverband Semiconductor Industry Association [SIA] am Sonntag mit.
Zuvor waren die Umsätze drei Quartale in Folge zweistellig zurückgegangen.
Regionen
Dem Verband zufolge stiegen die Chipverkäufe in Amerika, Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum im Zeitraum von Oktober bis Dezember insgesamt um rund 3,7 Prozent.
Ausnahme war das rezessionsgeplagte Japan. Dort ging der Absatz erneut um 11,7 Prozent zurück.
Semiconductor Industry AssociationTiefpunkt 2001 überwunden
Der weltweite Halbleiterabsatz ist im vergangenen Jahr angesichts der schwersten Krise in der Geschichte der Branche um 32 Prozent auf 139 Milliarden USD [161 Mrd. Euro] eingebrochen.
Außerhalb Japans beginne die Halbleiter-Nachfrage bei Handy- und Computerproduzenten weltweit aber wieder anzuziehen, erklärte SIA-Präsident George Scalise.
Daher sei im ersten Quartal 2002 mit einem geringen Anstieg des Absatzes zu rechnen. Das sei als weiteres Zeichen für die Erholung der Branche zu werten, da die Verkaufszahlen saisonbedingt in den ersten drei Monaten des Jahres üblicherweise leicht zurückgingen.
