Ein "kollektives Tagebuch"
Der Schriftsteller Walter Kempowski will nach dem für 2004 geplanten Erscheinen des vierten Teils seinen kollektiven Tagebuchs "Echolot" das Thema Zweiter Weltkrieg zu den Akten legen.
Er will sich dann dem neuen Projekt "Ortslinien" widmen. Es handelt sich um ein "multimediales Projekt" im Internet, an dem er schon seit zehn Jahren arbeitet.
Das Projekt "Echolot" soll 2004 beendet werden. "Mit dem Krieg werde ich mich dann nicht mehr beschäftigen", sagte der Schriftsteller der in Dresden erscheinenden "Morgenpost am Sonntag". Der Schriftsteller hat sich mit Romanen wie "Tadellöser & Wolff", "Uns geht's ja noch gold", "Ein Kapitel für sich" und "Aus großer Zeit" vorzugsweise der Aufarbeitung der jüngeren deutschen Geschichte und insbesondere des "Dritten Reiches" gewidmet.
Walter KempowskiMultimedia-Sammlung
"Ortslinien" ist nach Angaben des Autors ein "kollektives Tagebuch", das im Internet erscheinen wird.
Es soll 1950 beginnen, 2000 enden und den "Alltag in Deutschland ebenso wie die zeitgeschichtlichen Ereignisse [beleuchten]. Ich nutze dafür Texte, Fotografien, Gemälde und Musikstücke, die sich jeweils auf ein konkretes Datum beziehen", sagte Kempowski.
