US-Regierung gegen "Spam"
Die US-Regierung will erstmals gegen irreführende Massenmails - so genannten "Spam" - vorgehen.
Konkrete Schritte würden kommende Woche bekannt gegeben, sagte J. Howard Beales vom US-Handelsausschuss.
Via "Spam" werden zum Beispiel falsche Diplome Tipps zum schnellen Reichwerden, vor allem aber Pornographie angeboten.
In Fällen irreführender Handelspraktiken werden nach den geltenden Regeln meist die Gewinne zurückgefordert. Mit Geldstrafen müssen die Absender von Spam-Mails wohl nicht rechnen.
Kein EU-weites Verbot von Spam-E-Mail
Das EU-Parlament hat im Herbst 2001 seine Vorlage zur künftigen
rechtlichen Handhabung von elektronischer Werbung beschlossen. Was
E-Mail-Werbung betrifft, stellt die Vorlage jedem Mitgliedsstaat
frei, ob er Werbemails ohne vorherige Zustimmung des Betroffenen
umfassend verbietet oder ob alle Kunden, die keine Werbe-Mails
erhalten wollen, sich in so genannten "Robinson"-Listen eintragen
müssen, was bekanntlich nicht funktioniert.
"Robinson"-Listen oder GeneralverbotSchärfere Gesetze zum Schutz der Privatsphäre
Im vergangenen Jahr erhielt einer Studie der Firma Jupiter Media Metrix zufolge jeder Internet-Nutzer in den USA im Schnitt 571 unerwünschte kommerzielle E-Mails.
Das Ausschussmitglied Mozelle Thompson forderte indes den US-Kongress auf, schärfere Gesetze zum Schutz der Privatsphäre im Internet zu erlassen.
Das Problem Spamming könne nicht gelöst werden, solange die Anbieter Listen von E-Mail-Adressen aufkaufen könnten.
