Einheitliche Kennzeichnung für Handys
Mögliche gesundheitliche Schädigungen durch Mobiltelefone haben heute den Nationalrat beschäftigt. Abgesegnet wurde dabei eine Entschließung an Infrastrukturministerin Monika Forstinger [FPÖ], für eine einheitliche Kennzeichnung der Mobiltelefone hinsichtlich der ausgesandten elektromagnetischen Strahlung.
Der Opposition ging das nicht weit genug. SPÖ und Grüne traten für die Erstellung eines bundesweiten Emissions- und Immissionskatasters von GSM-Sendeanlagen und eine Strahlengrenzwerte-Verordnung ein.
Forstinger betonte, dass es keinen wissenschaftlichen Hinweis auf gesundheitliche Schäden durch Mobiltelefone gebe.
"Bundesimmissionsschutzgesetz"
Trotzdem werde man sich der Diskussion nicht verschließen. In
diesem Zusammenhang sprach sich Forstinger für ein einheitliches
Bundesimmissionsschutzgesetz unter Federführung des
Umweltministeriums aus.
Hersteller zur Kennzeichnung bereitÖVP: Keine konkrete Gefährdung bekannt
ÖVP-Verkehrssprecher Helmut Kukacka erklärte, es gebe keine einzige Untersuchung, die eine konkrete gesundheitliche Gefährdung durch die Handy-Telefonie nachweise.
Wenn man die Forderungen der Grünen umlegen würde, müsste man das Handy beim Telefonieren ungefähr zehn Meter vom Körper weghalten.
Konzentrieren will sich Kukacka in erster Linie auf die Aufstellung von Handymasten. Die Anbieter müssten gezwungen werden, ihre Sendeanlagen auf Masten zu montieren.
