31.01.2002

DIGITAL VHS

Bildquelle: FuZo

Wiedergeburt der Videokassette

Wem DVD-Filme eine zu niedrige Bildauflösung bieten und wer gleichzeitig ein Aufnahmemedium abseits der konkurrierenden DVD-Formate sucht, sollte nochmals einen Blick auf eine alte Bekannte werfen.

D-VHS ["Data Video Home System" oder "Digital Video Home System"], die vor drei Jahren von JVC eingeführte digitale Videokassette, bekommt neue Rückendeckung von Hollywoods Filmstudios.

Aufnahme von HDTV-Signalen

Damit sind die D-VHS-Filme zehn bis 20 Euro teurer als herkömmliche DVD-Filme. Abgesehen von der Tatsache, dass der Preis der zum Abspielen benötigten Geräte bei derzeit 1.199 USD [1.392 Euro für den JVC HMDH30000] liegt, also ca. 1.000 Euro mehr als ein Billig-DVD-Player.

Dafür kann der HMDH30000 allerdings auch zur Aufnahme von HDTV-Signalen der Rundfunkstationen eingesetzt werden.

Auf die 44-GB-Speicherkapazität der D-VHS-Kassette passen schließlich vier Stunden des hochauflösenden und über 50 Stunden des herkömmlichen Fernsehsignals.

"Sicherer als DVD-Kopierschutz"

Erst mit dem D-Theater-copy-protection-System, das Anfang Jänner auf der Consumer Electronic Show in Las Vegas vorgestellt wurde, ließen sich die Filmstudios zu Neuveröffentlichungen hinreißen.

JVC brüstet sich damit, einen sichereren Kopierschutz als das auf DVDs eingesetzte CSS [Content Scrambling System] geschaffen zu haben.

Allerdings wurde CSS bereits gecrackt, und auch Industrie-Kooperationen wie SDMI [Secure Digital Music Initiative] konnten gewieften Usern bisher nicht standhalten.