Kommunisten gegen Bill Gates
Mit Parolen wie "Alt-F4 - Ausstieg aus der Windows-Einbahnstraße", "Freiheit für Daten durch offene Software", "Linux statt Windows" und "Enteignet Gates" will die KPÖ Bill Gates, den Microsoft-Gründer und reichsten Mann der Welt, am kommenden Montag bei seinem Wien-Besuch empfangen.
"Wir werden die Gelegenheit nutzen, um Billy-Boy zu zeigen, dass es Schlimmeres gibt als leckere Torten im Gesicht", sagte KPÖ-Sprecher Dietmar Zach am Mittwoch in einer Aussendung.
Treffpunkt Heldenplatz
Am Montag plant die KPÖ eine "aktionistische Presseaktion am
Heldenplatz". Nach Ansicht der KPÖ ist Gates "Symbolfigur eines
Wirtschaftssystems, das weltweit für Hunger, Elend und Tod
verantwortlich ist".
Bill Gates "not amused" über Independent FilmWährend österreichische Monopol-Kritiker und/oder Windows-Hasser ihre Stimme nächste Woche hören lassen, entsteht in den USA derzeit verstärkter Lobby-Druck gegen Microsofts .NET-Services.
Das "Electronic Privacy Information Center" [EPIC] hat gestern begonnen, Anträge an Staatsanwälte verschiedener Bundesstaaten zu verschicken, in denen verlangt wird, die Services wegen unfairen Geschäftsgebarens zu untersuchen.
Sensible Nutzerdaten
Die Privacy-Gruppe wirft Microsoft vor, Nutzer von Windows XP und
MSN unter Druck zu setzen, sich für das Passport-Service anzumelden.
Dabei soll der Konzern seine Vormachtstellung in bestimmten
Bereichen dafür auszunutzen, sensible Nutzerdaten zu sammeln.
Verfahren gegen MS.NET gefordertDie bisher gravierendste Panne im Zusamenhang mit Passport ereignete sich im letzten November. Microsoft musste die "elektronische Brieftasche" von Passport deaktivieren, nachdem gravierende Sicherheitslücken aufgetaucht waren.
Passport-Wallet war offline
