Chello erhöht erneut Studententarif
Der Breitband-Internet-Dienst Chello wird für Studenten ab 1. April 2002 neuerlich teurer.
Nachdem das Unternehmen die Studentenpreise erst im März des Vorjahres von 390 ATS [28,3 Euro] auf 444 ATS pro Monat angehoben hat, werden die Gebühren erneut um fast 40 ATS pro Monat angehoben.
Ab 1. April 2002 zahlen Studenten monatlich 35 Euro [482 ATS], heißt es in einem Kundenschreiben. Binnen eines Jahres erhöht sich der Studentenpreis für Breitbandinternet damit um 23,5 Prozent. Für "normale" Chello-Kunden bleiben die Preise vorerst unverändert.
Mehr Datenvolumen
Das Schreiben betitelt Telekabel mit den Worten "chello
StudentConnect wird erwachsen". Die Preiserhöhung rechtfertigt das
Unternehmen darin damit, dass das im Monatsentgelt enthaltene
Datenvolumen von bisher 50 Megabyte auf ein Gigabyte erhöht wird.
Chello"Qualitative Unterschiede"
Allerdings war das Datenvolumen bei entsprechender Konfiguration der Internet-Verbindung [konkret beim Einstieg über den Proxy-Server der Universität] schon bisher unlimitiert.
UPC-Sprecherin Ingeborg Schultes meinte, dass UPC mit dem neuen Angebot auf Kundenanfragen reagiert habe. Zwischen dem Chello-Server und dem Uni-Server gebe es "qualitative Unterschiede". Außerdem könne jeder Studentenkunde künftig auch - gegen einen monatlichen Aufpreis von zwei Euro - eine Chello-E-Mail-Adresse beziehen, was bisher nicht möglich war, so Schultes.
Bandwith throttling
Die neue Datenbeschränkung für das Studentenangebot auf dem Chello-Server will das Unternehmer künftig auch strenger exekutieren. Gebühren pro zusätzliches Megabyte - bisher sechs ATS - will Chello zwar künftig nicht mehr verlangen, stattdessen will man sich aber anderer Sanktionsmöglichkeiten bedienen: Bei Überschreitung des Datentransferlimits behält sich UPC Telekabel das Recht vor, die Bandbreite für diesen Anschluss zu reduzieren.
Fair Use wird stärker kontrolliert
Eine Verständigung erfolgt via E-Mail. Bei Überschreitung des Limits in drei aufeinander folgenden Monaten kann UPC Telekabel das Vertragsverhältnis kündigen und dem Kunden ein höherwertiges Produkt anbieten, heißt es in dem Kundenschreiben.
Mit diesen Maßnahmen soll laut Schultes künftig der Fair Use gesichert werden. Für alle Studenten, welche die neuen Bedingungen nicht akzeptieren wollen, räumt UPC Telekabel eine Kündigungsfrist bis 31. März 2002 ein.
