Versteckte Daten in Word-Dokumenten
Wer ein Office-Dokument weiterreicht, gibt nicht selten vertrauliche Informationen preis.
Versteckt in der Datei finden sich nicht nur Angaben zur Entstehungsgeschichte, sondern womöglich auch heikle Firmeninterna, warnt das Computermagazin "c't" in seiner aktuellen Ausgabe.
Denn vielen Office-Nutzern ist nicht bekannt, dass Word & Co sämtliche Änderungen an Dokumenten protokollieren.
Gelöschte Textpassagen lesbar machen
Mit einem so genannten Hexeditor lässt sich die komplette
Entstehungsgeschichte des Dokumentes eruieren: der Speicherpfad,
etwaige frühere Dokumentnamen und die Bezeichnungen aller Rechner,
auf denen das Dokument bearbeitet wurde.
Microsoft OfficePeinliche oder gar juristische Konsequenzen
Wenn eine Firma Office-Dateien als E-Mail-Anhang verschickt oder im Internet publiziert, könnten Interessierte aus den verborgenen Daten beispielsweise Hinweise auf die Organisationsstruktur des Unternehmens ablesen.
Auch bei internen Dokumenten kann es heikel werden: so etwa, wenn ein abgemahnter Mitarbeiter sieht, wer seine Abmahnung ursprünglich verfasst hat und welche Abteilungen unberechtigterweise daran mitgewirkt haben.
"Solche versteckten Informationen können nicht nur für Peinlichkeiten sorgen, sondern durchaus juristische Konsequenzen haben", so "c't"-Redakteur Holger Bleich.
Erstes Update zu Office XP
Microsoft hat bereits ein erstes Update für Office XP
freigegeben. Das rund 17 MB große Service Pack 1 umfasst alle bisher
veröffentlichten Patches für die einzelnen Komponenten. Neue
Funktionen sind nicht enthalten.
Service Pack 1PDF-Dateien als elektronischer Ausdruck
Wer sich wirksam schützen will, sollte Office-Dokumente nur im Textformat weitergeben. Bei der Konvertierung gehen dann allerdings sämtliche Formatierungen verloren.
Als Alternative bieten sich PDF-Dateien an, die hinreichend layouttreu eine Art elektronischen Ausdruck erstellen.
Vor der Verwendung des beliebten RTF-Formats rät das Magazin ab. "Hier bleibt die Bearbeitungshistorie des Dokuments in großen Teilen erhalten. Schnüffler können in RTF-Dateien also auch jede Menge versteckter Informationen finden", warnt Bleich.
